Portraits

Silke, die Hybrid-Artistin

Silke mit ihrem Exoskelett.
© Bild von Silke Pan

«Innovation macht das Unmögliche möglich.»

Silke war viele Jahre als Zirkus-Artistin weltweit unterwegs. Nach einem schweren Unfall ist sie querschnittgelähmt. Mit enormem Training und technischer Unterstützung hat sie sich zurück in die Kunst gekämpft. Heute tritt sie wieder als Handstand-Artistin auf und zeigt, wie Technik Leben verändern kann.

Stell Dich bitte kurz vor.

Ich bin Silke und arbeite als Zirkus- und Handstand-Artistin. Ich war jahrelang international unterwegs und habe auf Bühnen auf der ganzen Welt performt. Seit einem Unfall bin ich querschnittgelähmt – doch ich habe Wege gefunden, mit Technik und Training wieder Dinge zu tun, die für viele unmöglich erscheinen.

Silke beim Handstand auf der Bühne.

Interview mit Silke

Ich benutze ein Exoskelett, dank dem ich wieder auf meinen Beinen stehen kann. Für mich ist das ein tägliches Wunder. Besonders faszinierend ist, dass ich damit sogar Treppen steigen und ein paar Tanzschritte machen kann.

Ein Exoskelett ist wie ein Aussenskelett – eine mechanische Struktur, die die Kraft verzehnfacht. Damit werde ich zur Superheldin des Alltags. Es zeigt, wie Innovation Grenzen verschiebt und Dinge möglich macht, die wir vorher nicht für möglich gehalten hätten. Zum Beispiel, dass ich als Querschnittgelähmte gehen kann.

Das Exoskelett zeigt, wie sehr Wissenschaft und Innovation das Potenzial haben, Leben zu verändern.

Das Exoskelett sieht wie eine motorisierte Hose aus und wird über interaktive Krücken und Knöpfe gesteuert.

Die Krücken sind notwendig für das Gleichgewicht. Über vier Knöpfe an den Krücken steuere ich die Bewegung der Beine und aktiviere das Gehen oder das Treppensteigen.

Mein Rollstuhl ist mein täglicher Begleiter. Für mehr Geschwindigkeit nutze ich ein Handbike – ein dreirädriges Fahrrad, das man mit den Händen antreibt. Und auf der Bühne verwende ich eine Metallstange, die meine Beine hält und meinen Körper in eine lebende Skulptur verwandelt. Diese Hilfsmittel sind für mich Schlüssel zur Freiheit.

Ja, sehr. Vor meinem Unfall war Technik für mich etwas aus einer anderen Welt, das ich nicht wirklich brauchte. Danach wurde mir klar, dass Technik ein grosser Gewinn sein kann. Wenn wir lernen, sie zu nutzen, können wir damit sehr weit kommen.

Ich schätze mich glücklich, ein erfülltes Leben führen zu können und einen Beruf auszuüben, der mich begeistert.

Neben Exoskeletten wünsche ich mir autonome Rollstühle, die Hindernisse selbstständig umfahren können. Auch vernetzte Haussysteme wären eine grosse Hilfe – zum Beispiel solche, die man über Sprache oder intuitive Schnittstellen steuern kann. Und vielleicht irgendwann sogar über Gedanken.

Superkräfte wie die von Silke

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